Datum: 28. Januar 2026 um 15:49 Uhr
Einsatzart: F 2 Y
Einsatzort: Rembrandtstraße
Weitere Kräfte: Brandschutzaufsichtsdienst, DRK OV Mörfelden, Energieversorger, Feuerwehr Büttelborn, Feuerwehr Groß-Gerau, Feuerwehr Kelsterbach, Feuerwehr Wallerstädten, Notarzt, Organisatorischer Leiter rettungsdienst, Polizei, Rettungsdienst, Technisches Hilfswerk, Wasserwerk
Einsatzbericht:
Am Mittwochnachmittag wurde die Feuerwehr Mörfelden-Walldorf zu einem Kellerbrand in die Rembrandtstraße alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war ein massiver Rauchaustritt aus dem Kellerbereich des Wohngebäudes festzustellen. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich rund 15 Bewohner selbstständig ins Freie begeben.
Unverzüglich ging ein Trupp unter schwerem Atemschutz in den Keller vor und leitete erste Löschmaßnahmen ein. Parallel dazu wurden weitere Bewohner, die sich an Fenstern bemerkbar machten, durch einen zusätzlichen Trupp aus dem Gebäude gerettet. Mithilfe der Drehleiter sowie eines dritten Trupps wurden anschließend alle Wohnungen geöffnet und auf weitere Personen kontrolliert. Dabei konnten keine weiteren Feststellungen gemacht werden.
Drei Bewohner wurden durch den Rettungsdienst mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung untersucht, konnten jedoch alle an der Einsatzstelle verbleiben. Sämtliche Wohnungen waren leicht verraucht und mussten nach Abschluss der Löscharbeiten umfassend belüftet werden.
Der Löschangriff wurde aufgrund der enormen Brandintensität und der Vermutung von Gasflaschen im Betroffenen Bereich abgebrochen. Um das Feuer weiterhin wirksam zu bekämpfen, wurden im rückwärtigen Bereich mehrere Kellerfenster eingeschlagen und der Bereich vollständig mit Löschschaum geflutet. Durch diese Maßnahme konnten erste Löscherfolge erzielt werden, sodass im weiteren Verlauf erneut Trupps zur Innenbrandbekämpfung eingesetzt werden konnten.
Bei der Kontrolle des direkt angrenzenden Nachbargebäudes wurde eine Rauchentwicklung im dortigen Treppenraum festgestellt. Auch hier wurden alle Bewohner evakuiert und die Wohnungen kontrolliert. Zudem konnte eine Katze aus einer der Wohnungen gerettet werden. Der betroffene Wohnkomplex bestand aus drei getrennten Wohneinheiten, die aufgrund der Lage stromlos und wasserlos geschaltet werden mussten.
Nach einiger Zeit konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. In der Folge konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf die aufwendige Suche nach Glutnestern, die sich aufgrund des sehr voll gestellten Brandraums schwierig gestaltete. Insgesamt kamen 18 Trupps unter schwerem Atemschutz sowie weitere Einsatzkräfte mit Filtergeräten zur Brandbekämpfung und Menschenrettung zum Einsatz.
Nachdem der Brand vollständig gelöscht war, konnte in den nicht unmittelbar betroffenen Gebäudeteilen die Stromversorgung wiederhergestellt werden. Aufgrund des Wasserrohrbruchs musste die Wasserversorgung in allen drei Gebäudeteilen weiterhin abgestellt bleiben. Die evakuierten Bewohner wurden durch den Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes in ihrer Unterkunft betreut. Seitens der Stadt Mörfelden-Walldorf wurde für 36 Bewohner eine Unterbringung in Hotels organisiert.
Nach Abschluss der Belüftungsmaßnahmen im Keller- und Wohnbereich sicherte das Technische Hilfswerk die zerstörten Kellerfenster sowie beschädigte Wohnungstüren. Unterstützt wurde die Feuerwehr Mörfelden-Walldorf durch den Akut-Löschzug des Kreises Groß-Gerau aus Wallerstädten und Büttelborn, den Gerätewagen Atemschutz aus Groß-Gerau, den DRK-Ortsverband Mörfelden, mehrere Rettungswagen, einen Notarzt sowie die Polizei. Zusätzlich stellte die Feuerwehr Kelsterbach den Grundschutz im Feuerwehrgerätehaus für das Stadtgebiet sicher. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte an dem Einsatzgeschehen beteiligt.







